Fogo – at the top

Die Highlights:

  • Die Wanderung auf den Pico do Fogo – dem höchsten Punkt der Kapverden mit atemberaubender Aussicht
  • Den weltbekannten sehr hochwertigen inseleigenen Kaffee probieren
  • Die weite Vulkanlandschaft zu Fuss erkunden

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Willkommen auf der Insel des Feuers!

Diese Insel hat die Form eines einzelnen Vulkankegels mit einer riesigen Caldeira und der obersten Spitze des Archipels – dem fast 3000m hohen Pico de Fogo. Dieser ist zugleich der einzige aktive Vulkan der Kapverden, wobei der letzte Ausbruch Anfang 2015 endete und das ganze Dorf unter seine Aschen vergrub. Auf dem obigen Bild sieht man gut die verschiedenen Lavaströme – je dunkler, je neuer. Dort sieht man, dass bei der dunkelsten Lava teilweise nur noch weisse Dächer hervorschauen.
Leider war ich nur kurz auf der Insel unterwegs, aber gerne würde ich mit euch meine erste Vulkanbesteigung teilen.
Hotelempfehlungen:
Casa Marisa: Einfaches, familiäres Gästehaus in der Caldeira. Es ist das einzige Hotel dort oben und eignet sich ideal als Startpunkt für Wanderungen in der Caldeira.
Xaguate: einfaches Hotel mit Pool und Meerblick am Rande von Sao Felipe. Es eignet sich sehr gut, die kleine Hauptstadt der Insel zu Fuss zu erkunden.
 

Und los gehts…

Morgens um 06.00 Uhr geht unsere Wanderung los. Das Ziel klar vor Augen und zwar der 2829m hohe Pico de Fogo, den ich heute unbedingt erklimmen wollte. Ich muss zugeben, es war meine erste grössere Wanderung, so einen Berg habe ich zuvor noch nie bestiegen und hatte doch ein wenig Respekt davor.Ich weiss, ich sollte mich eigentlich schämen als Schweizerin mit so vielen schönen Bergen in der Nähe, aber vielleicht entdecke ich ja jetzt meine Leidenschaft 😉  Eigentlich war ich alleine mit dem Guide, bis sich zwei Franzosen beim Nachtessen einen Tag zuvor spontan umentschieden hatte, was ich toll fand. Ich liebe es, mich mit anderen Reisenden auszutauschen, grade bei längeren Märschen 🙂

 Eine Pause bitte!

Zuerst führten uns die steinigen Wege an den Fuss des Vulkanes bevor wir es dann bald geradeaus in Richtung Gipfel ging. Durch die lockeren Lavasteine mussten wir fast jeden Schritt zweimal machen und erneute Hügel gaben immer wieder ein Gefühl, dass man es fast geschafft hatte, aber das wars noch lange nicht! Wir haben einige kurze Trink- und Verschnaufpausen eingelegt und nach und nach wurde es durch die Sonne natürlich auch langsam heiss. Aber die immer spektakulärer werdende Aussicht auf die Caldeira über den Wolken entschädigte für alles und wir wollten endlich oben ankommen!

Oben!

Nach ca. 5 Stunden bergauf hatten wir es endlich geschafft, schweissgebadet aber happy! Wir setzten uns am Kraterrand nieder und nahmen erstmal unser Frühstück hervor. So hungrig wie ich war, störte mich nichteinmal der starke Schwefelgeruch, der vom Inneren des Kraters hervorkam. Lange still sitzen konnte ich aber nicht und machte mich auf den Weg, den Kraterrand zu erkundigen. Ich muss zugeben, dass ich dadurch manchmal etwas zu unvorsichtig bin, möglichst weitergehen und möglichst nahe an den Abgrund gehen will. Einmal leicht abgerutscht und ein offenes Bein später stand ich dann doch auf der obersten Spitze des Kraters und das Gefühl war einmalig!
 

Und wieder runter…

Die Sonne machte sich nun auch ziemlich bemerkbar und drückte auf uns runter, sodass wir entschieden, auch schon wieder aufzubrechen. Jetzt kommt der Teil auf den ich mich fast genau so gefreut habe wie der Ausblick von oben, und zwar den Abstieg. Nicht ein normaler Abstieg, denn die einfachste und schnellste Variante von den fast 3000m herunterzukommen ist hinunter zu rennen. Und los gehts!!

Ich muss dazu sagen, dass ich mir in dem Moment Wanderschuhe gewünscht hatte, weil ich nach wenigen Schritten bereits die kompletten Schuhe und Socken voll Steinchen hatte. Aber Spass hatte ich trotzdem! Kaum zu glauben, dass wir die 5 Stunden lange Aufstiegsstrecke in 1.5 Stunden wieder heruntergerannt waren. Um ca. 15.00 Uhr waren wir wieder zurück in unserem Hotel – dem Casa Marisa, wo mein Transfer zum Flughafen auch schon wieder auf mich wartete. Ein einzigartiges Erlebnis und ich freue mich schon jetzt, das nächste Mal länger auf der Insel zu bleiben.

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