Elefanten, Leoparden & Sundowner – ein Tag im Samburu National Reserve

Gestern sind wir am späten Abend in Nairobi gelandet und sitzen nach einer kurzen Nacht schon wieder im Auto in Richtung Wilson Flughafen. Da es der Flughafen für die Inlandflüge ist, ist das Check-in einfach und schnell gemacht und wir können schon bald in unsere 16-Plätzer Maschine sitzen. Ich bin noch nie mit einem so kleinen Flugzeug geflogen was ich natürlich auch etwas nervös machte. Angeschnallt und Ready zum Abheben sitzen wir erwartungsvoll auf unseren Plätzen. Die Piloten steigen ein und begrüssen uns, beide barfuss, aber sonst schön in Uniform. Ich sitze zuvorderst und es ist spannend, die Piloten bei ihrer Arbeit zu beobachten, wie sie offensichtlich die richtigen paar Knöpfe aus diesen tausend drücken.

Ankunft im Samburu National Reserve…

Der Landeanflug erinnert mich schon fast an eine Achterbahn im Europapark, es ist windig und ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Mini-Flugzeug bei dem Wind heil am Boden ankommen kann. Schon von oben sieht man die unglaublich trockenen, weiten Landschaften. Mit dem den anderen Reservaten Shaba und Buffalo Springs liegt Samburu in den Trockengebieten nördlich des Mount Kenya. Zwischen den felsigen Hügeln und rauen Landschaften fliesst die Lebensader des Gebietes, der Uaso Nyiro Fluss, an dem sich vor allem in der Trockenzeit viele Tiere aufhalten. Kaum gelandet und Koffer gepackt sitzen wir in unserem Safarifahrzeug in Richtung Camp und können schon die ersten Antilopenarten und Giraffen beobachten. Unsere Unterkunft für heute ist das Elephant Bedroom Camp, das seinem Namen gerecht wird. Immer wieder durchqueren Elefanten das Camp, wie bei uns in der Nacht keine 5 Meter vom Bett ausserhalb des Zeltes oder beim Frühstück, als sie einige Früchte vom Buffet stibitzen – ein einmaliges Erlebnis! Die Zelte sind komfortabel mit bequemen Betten und der gewohnten Hotelausstattung sowie einem eigenen Pool auf jeder Terrasse.
Ein Abstecher in diese nördlichen Gebiete kann ich nur empfehlen. Diese sind nicht so bekannt wie die südlichen Nationalparks und es hat darum nur wenige Lodges und Camps, wobei man unterwegs nur selten noch andere Fahrzeuge sieht. Im Reservat leben auch Tiere, die man beispielsweise in der Mara nur vergebens sucht wie die Netzgiraffe, das seltene Grevy-Zebra, Oryxantilopen und den Somali Strauss. Leider gibt es hier aufgrund der grossen Wilderei keine Nashörner mehr. Da hier lange Zeit Leoparden mit Kötern angelockt worden sind, sind diese etwas weniger schüchtern als an anderen Orten. Die anstrengenden Safaritage lassen wir am Flussufer bei einem Sundowner ausklingen und beobachten die Elefantenherden beim baden, bevor wir nach einem leckeren Nachtessen wieder müde und zufrieden in unsere Betten fallen.

Auf der Rückreise in Richtung Nairobi machen wir einen kurzen Besuch beim einheimischen Volk der Samburu. Diese sind historisch und kulturell eng mit den Massai im Süden verbunden und leben immer noch nach ihren alt hergebrachten Traditionen. Neben Viehandel und traditionellem Kunsthandwerk haben viele Stämme auch angefangen, von Touristen zu leben. Für ein kleines Entgelt führen sie einen in ihrem Dorf herum, erklären viel über ihre Lebensweise und zeigen ihre traditionellen Tänze. Auf jeden Fall ein lohnenswerter Besuch als Abschluss einer Reise in dieser Region!


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s